Mit diesem Laminatrechner können Sie Laminat berechnen und den benötigten Verschnitt beim Laminat berechnen. Aus Raummaßen und Dielenabmessungen werden unter Berücksichtigung von Verlegemuster, Dehnungsfuge, Randzuschnitten, wiederverwendbaren Reststücken und zusätzlicher Reserve die benötigte Menge an Brettern und Paketen ermittelt. Unterstützt werden gerade Verlegung und diagonale Verlegung mit 45°. Bei gerader Verlegung wird zusätzlich die Breite der Randreihe berechnet; wäre die letzte Reihe zu schmal, werden erste und letzte Reihe ausgeglichen.
Die Berechnung folgt der tatsächlichen Verlegereihenfolge Brett für Brett. Ein Reststück kann erst wiederverwendet werden, nachdem es beim Zuschnitt einer zuvor verlegten Diele tatsächlich entstanden ist. Das Ergebnis basiert daher nicht nur auf der Bodenfläche, sondern auch auf der praktischen Reihenfolge von Zuschnitt und Wiederverwendung vorhandener Reststücke.
Dehnungsfuge. Für die Berechnung wird eine feste Dehnungsfuge von 10 mm zwischen Laminat und Wänden angesetzt. Da die Fuge auf beiden Seiten des Raums berücksichtigt wird, werden Arbeitslänge und Arbeitsbreite jeweils um 20 mm reduziert.
LArbeitsmaß = L - 2 × 10 mm
BArbeitsmaß = B - 2 × 10 mm
Auch an den Grenzen abgezogener Bereiche, die an das Laminat angrenzen, wird ein Abstand von 10 mm berücksichtigt. Die eingegebenen Maße des abgezogenen Bereichs selbst werden dabei nicht vergrößert: Die Arbeitskontur des Bodens ist bereits gegenüber den Außenwänden versetzt, während die innere Begrenzung mit dem erforderlichen Abstand von 10 mm zum Laminat berücksichtigt wird.
Bodenfläche. Die geometrische Bodenfläche wird aus den ursprünglichen Raummaßen berechnet, ohne diese wegen der Dehnungsfuge zu verkleinern. Anschließend werden die Flächen der vom Laminat ausgeschlossenen Bereiche abgezogen. Überschneiden sich zwei ausgeschlossene Bereiche, wird die gemeinsame Fläche nur einmal abgezogen.
SBoden = L × B / 1 000 000 - SBereiche
Länge und Breite werden in Millimetern eingegeben, die resultierende Fläche wird in Quadratmetern ausgegeben. Für das eigentliche Verlegemuster wird die Arbeitskontur einschließlich Dehnungsfuge verwendet. In der Zeichnung bleiben die ursprünglichen Raum- und Bereichsmaße sichtbar, damit der Versatz von 10 mm die Darstellung nicht unnötig erschwert.
Anzahl der Reihen. Die nutzbare Bodenbreite wird entsprechend der Dielenbreite in Reihen aufgeteilt. Die verbleibende Breite nach den vollständigen Reihen ergibt die Breite der letzten Reihe.
Mindestbreite der Randreihe. Der Rechner verwendet 50 mm als Mindestbreite einer normalen Randreihe. Wäre die letzte Reihe schmaler als 50 mm, werden die Breite einer vollständigen Dielenreihe und der schmale Rest gleichmäßig auf die erste und letzte Reihe verteilt.
BRand = (BDiele + BRest) / 2
Bei einer Dielenbreite von 193 mm und einem berechneten Rest von 27 mm werden beispielsweise die erste und letzte Reihe jeweils 110 mm breit ausgeführt, statt eine letzte Reihe mit nur 27 mm Breite zu erhalten.
Randstücke. Für normale Anfangs- und Endstücke einer Reihe wird eine Mindestlänge von 200 mm verwendet. Der Rechner positioniert die Stirnstöße so, dass kürzere Randstücke vermieden werden, sofern die Geometrie der jeweiligen Reihe dies zulässt.
Versatz der Stirnstöße. Zwischen benachbarten Reihen wird ein Mindestversatz von 200 mm angesetzt. Bei Dielen mit einer Länge unter 400 mm wird stattdessen die halbe Dielenlänge verwendet. Maßgebend ist somit der kleinere Wert aus 200 mm und der halben Dielenlänge.
DStoß = min(200 mm; LDiele / 2)
Wiederverwendung von Reststücken. Sind mehrere vorhandene Reststücke geeignet, wird das kürzeste Stück gewählt, das für den benötigten Zuschnitt noch ausreichend groß ist.
Das Verlegemuster wird Reihe für Reihe in tatsächlicher Verlegereihenfolge berechnet. Reststücke aus zukünftigen Reihen werden weder vorzeitig verwendet noch reserviert. Muss ein vorhandenes Reststück nochmals gekürzt werden, wird das bei diesem zweiten Zuschnitt entstehende kleinere Reststück nicht erneut in den Bestand wiederverwendbarer Reststücke aufgenommen.
Ausrichtung der Reststücke. Bei gerader Verlegung wird berücksichtigt, auf welcher Seite der Querschnitt erfolgt ist. Ein am Reihenende entstehendes Reststück kann als Anfangsstück einer anderen Reihe verwendet werden, während ein Reststück aus dem Zuschnitt einer Anfangsdiele als Endstück eingesetzt werden kann. Reststücke werden nicht um 180° gedreht, damit die werkseitige Stirnverbindung innerhalb der Reihe erhalten bleibt.
Geometrie des Verlegemusters. Bei diagonaler Verlegung werden die Laminatdielen in einem Winkel von 45° angeordnet. Der Boden wird als Folge von Streifen berechnet, deren Breite der Dielenbreite entspricht. Für jeden Streifen ermittelt der Rechner die Schnittpunkte der Dielen mit den Raumgrenzen und den Grenzen ausgeschlossener Bereiche.
Position der Stöße. Auch hier beträgt der grundlegende Versatz zwischen benachbarten Reihen 200 mm beziehungsweise die halbe Dielenlänge bei Dielen unter 400 mm Länge. An komplexen Begrenzungen werden mögliche Dielenpositionen in Schritten von 1 mm geprüft. Bevorzugt wird zunächst die Lage mit weniger unnötigen Schnitten, danach die mit weniger Randfragmenten unter 200 mm, anschließend die mit der geringeren Gesamtabweichung durch solche kurzen Fragmente und zuletzt die Position, die dem erforderlichen Fugenversatz am nächsten liegt.
Diese Auswahl erfolgt ausschließlich für die aktuelle Reihe. Zukünftige Reihen werden nicht analysiert, sodass die Verlegung einer nachvollziehbaren, schrittweisen Zuschnittlogik folgt und bei der tatsächlichen Montage reproduziert werden kann.
Diagonale Reststücke. Für die Wiederverwendung ist nicht nur die Größe eines Reststücks entscheidend, sondern auch seine Form und Ausrichtung. Ein vorhandenes Stück gilt nur dann als geeignet, wenn sich die benötigte Geometrie daraus schneiden lässt, ohne es so zu drehen, dass sich die Lage der werkseitigen Kante verändert.
Kleine Eckstücke. Für kleine dreieckige Stücke an Raumecken und an Ecken ausgeschlossener Bereiche wird eine separate praktische Annahme verwendet. Beträgt die sichtbare Fläche eines solchen Fragments höchstens 15 % der Fläche einer vollständigen Diele, darf der Rechner annehmen, dass es aus einem geeigneten Reststück zugeschnitten werden kann, ohne ein bestimmtes Ausgangsreststück einzeln zu verfolgen. Die Anzahl neuer Dielen wird dabei niemals unter das theoretische Minimum reduziert, das sich aus der Arbeitsfläche des Bodens geteilt durch die Fläche einer Diele ergibt.
Nmin = ceil(SArbeitsfläche / SDiele)
Fläche einer Diele. Die Fläche einer Laminatdiele wird aus ihrer Länge und Breite in Millimetern berechnet.
SDiele = LDiele × BDiele / 1 000 000
Zusätzlicher Verschnitt. Zunächst bestimmt das Verlegemodell die tatsächlich benötigte Anzahl an Dielen. Wird zusätzlich ein Verschnitt in Prozent angegeben, erhöht der Rechner diese Menge um den gewählten Prozentsatz und rundet anschließend auf die nächste ganze Diele auf.
NVerschnitt = ceil(NBerechnung × (1 + p / 100))
Bei gerader Laminatverlegung werden häufig etwa 5–10 % zusätzlicher Verschnitt angesetzt, bei diagonalen Verlegemustern oft 10–15 %. Diese Werte sind praktische Orientierungsgrößen und keine festen Vorgaben. Da der Rechner Zuschnitte und die Wiederverwendung von Reststücken bereits modelliert, dient der zusätzliche Prozentsatz vor allem als Reserve für beschädigte Dielen, Schnittfehler und andere Verluste bei der Montage.
Pakete nach Dielenanzahl. Ist die Anzahl der Dielen pro Paket bekannt, wird die erforderliche Anzahl der Pakete auf ein ganzes Paket aufgerundet.
NPakete = ceil(NDielen / NDielen je Paket)
Die Kaufmenge in Quadratmetern ergibt sich dann aus der Anzahl der Pakete multipliziert mit der Anzahl der Dielen je Paket und der Fläche einer Diele. Die Differenz zwischen gekaufter und benötigter Dielenanzahl ergibt die Zahl der übrig bleibenden ganzen Dielen.
Pakete nach Fläche. Gibt der Hersteller nur die Abdeckfläche eines Pakets an, schätzt der Rechner daraus nicht die Anzahl der enthaltenen Dielen. Stattdessen wird die benötigte Dielenfläche durch die angegebene Paketfläche geteilt und die Anzahl der Pakete aufgerundet.
NPakete = ceil(NDielen × SDiele / SPaket)
Die Kaufmenge wird in diesem Fall als NPakete × SPaket berechnet. Die Anzahl übrig bleibender ganzer Dielen wird in diesem Modus nicht bestimmt, da die Dielenanzahl je Paket unbekannt ist.
EN 13329 „Laminatbodenbeläge. Spezifikationen, Anforderungen und Prüfverfahren“ legt Anforderungen, Prüfverfahren und Grundsätze zur Klassifizierung von Laminatbodenbelägen fest. Die Klassifizierung nach Nutzungsbereich steht außerdem im Zusammenhang mit EN ISO 10874 „Elastische, textile und Laminatbodenbeläge. Klassifizierung“.
EN 14041 „Elastische, textile, Laminat- und modulare mehrschichtige Bodenbeläge. Wesentliche Merkmale“ behandelt wesentliche Leistungsmerkmale und Kennzeichnungsanforderungen für Bodenbeläge.
Die Werte von 10 mm für die Dehnungsfuge, 200 mm für Randstücke und den Versatz der Stirnstöße sowie 50 mm als Mindestbreite der Randreihe sind Rechen- und Praxisannahmen dieses Laminatrechners. Vorrang haben die Verlegeanweisungen des jeweiligen Laminatherstellers, da zulässige Dehnungsfugen, maximale Feldgrößen und Anforderungen an die Dielenverbindungen abweichen können.
Diese Rechnung liefert nur die theoretische Mindestmenge. Eine reale Laminatverlegung enthält zusätzlich Randzuschnitte, Fugenversatz, schmale Reihen und Reststücke, die nicht immer wiederverwendet werden können. Zwei Räume mit nahezu gleicher Bodenfläche können deshalb eine unterschiedliche Anzahl an Laminatdielen benötigen.
Ein Reststück aus einer Reihe kann in der nächsten wiederverwendet werden. Schon eine kleine Änderung der Raumlänge kann deshalb die gesamte nachfolgende Zuschnittfolge verändern. In einer bestimmten Reihe kann ein Reststück die Grenze von 200 mm überschreiten oder erstmals wiederverwendbar werden, wodurch sich auch die folgenden Reihen anders aufteilen.
Auf die gesamte Bodenfläche wirkt sich die Fuge nur gering aus, sie kann jedoch die Breite der letzten Reihe und die Position der Stirnstöße deutlich verändern. Deshalb reduziert der Rechner die Arbeitsmaße des Raums in jeder Richtung um 20 mm, während in der Zeichnung weiterhin die ursprünglichen Raummaße angezeigt werden.
Ein Reststück wird nicht nur durch seine Abmessungen bestimmt, sondern auch durch die Lage der werkseitigen Verbindungen und die Schnittrichtung. Bei gerader Verlegung werden Anfangs- und Endstücke getrennt behandelt, bei diagonaler Verlegung wird zusätzlich die tatsächliche geometrische Form geprüft. Ein Stück kann daher lang genug und aufgrund seiner Orientierung trotzdem ungeeignet sein.
Die berechnete Dielenmenge enthält bereits die Zuschnitte und die im Verlegemodell berücksichtigte Wiederverwendung von Reststücken. Ein zusätzlicher Verschnitt dient als praktische Reserve für beschädigte Dielen, Schnittfehler und andere Montageverluste. Bleiben durch den Kauf kompletter Pakete ohnehin mehrere ganze Dielen übrig, kann ein zusätzlicher prozentualer Verschnitt unnötig sein.