Dieser Rechner dient zur überschlägigen Berechnung der Wanddämmung anhand von Wandflächen und Dämmstoffdicke. Er ermittelt die effektive zu dämmende Fläche, das benötigte Dämmstoffvolumen sowie optional Gewicht und Materialkosten. Typische Einsatzbereiche sind Fassadendämmung, Außendämmung von Wohngebäuden und energetische Sanierungen.
Ermittlung der Bruttowandfläche. Zunächst wird die rechteckige Wandfläche aus Gesamtlänge L und Wandhöhe H berechnet: A_brutto = L · H. Beide Größen werden in Meter umgerechnet, sodass die Fläche in m² vorliegt. Bei mehreren Wänden wird die Gesamtlänge aller zu dämmenden Wandabschnitte angesetzt.
Abzug von Öffnungen. Fenster- und Türflächen werden separat berechnet und von der Bruttowandfläche abgezogen. Für rechteckige Öffnungen gilt: A = Höhe · Breite · Anzahl. Sind Öffnungen unterschiedlicher Größe vorhanden, werden deren Flächen addiert. Dadurch ergibt sich eine realistische Nettofläche für die Dämmung.
Berücksichtigung von Giebeln. Dreieckige Giebelflächen werden zusätzlich zur Wandfläche addiert. Die Fläche eines Giebels ergibt sich aus A_g = Breite · Höhe / 2. Dieser Anteil wird zur Nettofläche hinzugezählt, da er ebenfalls gedämmt wird.
Nettofläche und Zuschlag. Aus Wandfläche, abgezogenen Öffnungen und addierten Giebeln entsteht die Netto-Dämmfläche A_netto. Anschließend wird ein Verschnitt- und Sicherheitszuschlag berücksichtigt: A_eff = A_netto · (1 + Zuschlag/100). Üblich sind Zuschläge von etwa 5-15 %, abhängig von Geometrie und Zuschnitt.
Berechnung des Dämmstoffvolumens. Das erforderliche Volumen ergibt sich aus effektiver Fläche und Dämmstoffdicke d (in Meter): V = A_eff · d. Dieser Wert ist entscheidend für die Auswahl der benötigten Dämmplatten, Pakete oder Schüttmengen.
Gewicht und Kosten. Mit der Dichte ρ des Dämmstoffs kann das Gesamtgewicht abgeschätzt werden: M = V · ρ. Wird ein Preis pro Kubikmeter angesetzt, ergeben sich die Materialkosten direkt aus K = V · Preis. Diese Werte dienen der Planung, beeinflussen jedoch nicht die Flächen- oder Volumenlogik.
Normative Orientierung. Für Wärmedämmung und energetische Bewertung werden in Europa unter anderem DIN EN ISO 6946 (Wärmedurchlasswiderstände) sowie in Deutschland das Gebäudeenergiegesetz (GEG) herangezogen. Der Rechner liefert geometrische Mengen, nicht den Wärmeschutzkennwert.
Diese Flächen werden nicht mit Dämmstoff belegt. Ein Abzug verhindert, dass Materialbedarf und Kosten zu hoch angesetzt werden.
Beim Zuschneiden von Dämmplatten entstehen Verluste. Der Zuschlag stellt sicher, dass ausreichend Material vorhanden ist, auch bei komplexen Fassaden.
Nein, das Volumen hängt ausschließlich von Fläche und Schichtdicke ab. Die Dichte wird nur zur Abschätzung des Gewichts verwendet.
Der Rechner bestimmt Mengen und Volumen. Für die energetische Bewertung sind zusätzlich Wärmeleitfähigkeit, Schichtaufbau und Normberechnungen erforderlich.