Dieser Rechner dient zur Ermittlung des Holzvolumens für Blockbohlenhäuser und Saunen auf Basis der Gebäudeabmessungen, Wandgeometrie und Balkenparameter. Er berechnet die benötigte Holzmenge in Kubikmetern, die Anzahl der Wandlagen sowie ergänzend Gewicht, Dübelbedarf und Flächenwerte. Der Rechner eignet sich für Vorplanung, Materialabschätzung und Vergleich verschiedener Wandaufbauten.
Geometrische Wandlängen. Zunächst werden die wirksamen Wandlängen bestimmt. Für Außenwände ergibt sich die Gesamtlänge aus dem Umfang: L_out = 2 · (A + B). Abhängig von der gewählten Wandform werden zusätzlich Längen der Trennwände L_in angesetzt, wobei Wandstärken und Versätze berücksichtigt werden.
Wandfläche als Kontrollgröße. Aus Wandlängen und Wandhöhe H wird die Gesamtwandfläche berechnet: A = L · H. Dieser Wert dient zur Plausibilitätsprüfung und wird unabhängig vom Balkenformat ermittelt. Optional werden Giebelflächen als Dreiecke mit A_g = Breite · Höhe / 2 addiert.
Arbeitshöhe und Wandlagen. Entscheidend für die Anzahl der Wandlagen ist die Arbeitshöhe des Balkens H2, nicht die Nennhöhe. Die Anzahl der Lagen ergibt sich aus n = ceil(H / H2). Diese Rundung stellt sicher, dass die geplante Wandhöhe erreicht oder überschritten wird.
Holzvolumen nach Nennmaßen. Das benötigte Holzvolumen wird mit den Nennabmessungen der Balken berechnet, da diese für Einkauf und Lieferung maßgeblich sind. Für Außenwände gilt vereinfacht: V_out = L_out · Balkenbreite · Balkenhöhe · n. Für Trennwände wird analog mit deren eigenen Balkenabmessungen gerechnet.
Reserve und Zuschläge. Auf das ermittelte Volumen wird eine Holzreserve aufgeschlagen: V_eff = V · (1 + Reserve/100). Übliche Werte liegen bei etwa 5-10 %, um Verschnitt, Anpassungen und Toleranzen abzudecken.
Gewicht der Konstruktion. Aus dem Volumen und der Holzdichte ρ ergibt sich das Gesamtgewicht: M = V_eff · ρ. Die Dichte hängt stark von Holzart und Feuchte ab; daher ist dieser Wert als Näherung zu verstehen.
Dübelanzahl. Der Dübelbedarf wird aus der Wandlänge, dem Dübelabstand und der Anzahl der Wandlagen abgeschätzt. Vereinfacht gilt: Anzahl ≈ Positionen entlang der Wand × (Lagen − 1). In Ecken, Öffnungen und Knotenpunkten kann der reale Bedarf höher sein.
Lastabschätzung. Aus dem Eigengewicht der Balken wird eine Linienlast der Wände sowie ein mittlerer Druck auf das Fundament abgeleitet. Diese Werte dienen nur der Orientierung und ersetzen keine statische Berechnung.
Normative Orientierung. Für Holzbaukonstruktionen werden in Europa unter anderem DIN EN 1995 (Eurocode 5) sowie nationale Anwendungsnormen herangezogen. Der Rechner bildet die geometrische Mengenlogik ab, nicht den vollständigen statischen Nachweis.
Die Arbeitshöhe berücksichtigt Verbindungen und Profilierungen und bestimmt die tatsächliche Wandhöhe pro Lage. Die Nennhöhe wird hingegen für die Volumen- und Materialberechnung verwendet.
Es handelt sich um das Einkaufsvolumen der Balken in Kubikmetern inklusive Reserve. Es entspricht nicht exakt dem geometrischen Wandvolumen.
Die Anzahl basiert auf einer gleichmäßigen Verteilung entlang der Wandlängen. In der Praxis werden Dübel an kritischen Stellen dichter gesetzt.
Nein, die Lastwerte sind vereinfachte Abschätzungen. Für Genehmigung und Ausführung ist eine vollständige statische Berechnung erforderlich.